Frankfurter Short Storys. 

 

Hätten Sie gedacht, dass die Eintracht Teil einer riesigen Verschwörungstheorie ist, ein Autokauf die innerfamiliäre Demokratie gefährdet und man auch ohne Lottogewinn Lottomillionär sein kann? Wussten Sie, dass ein Parkhausbesuch möglicherweise zum Großeinsatz der Polizei führt und dass es sich in einem Sarg leicht stirbt? Und haben Sie schon einmal davon gehört, dass ein blutiger Kleingartenzwist auf einen Schlag endet – genau wie die Karriere eines Jahrhunderttalents, noch bevor sie begonnen hat? Oder dass jemand aus all dem die Konsequenz zieht und uns zu guter Letzt zurück auf Los schickt?

 

In "Eine Stadt dreht durch" knöpft sich Andreas Heinzel das Leben und Treiben in seiner Heimatstadt vor: Die Bandbreite reicht von abstrusen, grotesken Geschichten voller Wahnwitz bis zu lustigen Alltagsbegebenheiten, die jeder von uns so oder so ähnlich schon erlebt hat.

 

„Eigentlich habe ich gedacht, dass mittlerweile alle Eintracht-Geschichten geschrieben sein müssten, und dass es schwierig werden dürfte, sich noch was wirklich Neues, Originelles zu dem Thema auszudenken. Bis ich Reingelegt gelesen habe ...

Henni Nachtsheim

Rezensionen und Lesermeinungen

 

"(...) Der Band präsentiert ins Absurde überdrehte, satirische Geschichte aus dem mittelständischen Großstadtmilieu, das der wesentlichen Sorgen des Alltagslebens enthoben ist. Diese Gestalten können sich damit bis zum Exzess in Dinge hineinsteigern, für die die meisten Zeitgenossen wohl weder die Zeit noch die Energie aufbringen können – und von denen in einer Stadt wie Frankfurt wohl jeder ein paar Exemplare kennt, die dann in Situationen geraten, wie sie vielleicht so fast nur in der Mainmetropole vorstellbar sind.
(...) Die Geschichten eignen sich bestens für ein paar S-Bahn-Stationen oder eine Mittagspause. Dabei verwischt der fast schon unterkühlt nüchterne Berichtston, der bisweilen die tragische Komik im Kopf des Lesers entstehen lässt, die Grenze zur Realität und lässt dem Leser einen leisen Schauer über den Rücken rieseln: Ist das nicht wie bei …. ? Oder gar: Habe ich nicht vielleicht selbst gerade …… ?"

 

FRANKFURT.DE - Das offizielle Stadtportal | Stadt Frankfurt am Main

 

" (...) Mit "Eine Stadt dreht durch" hat Heinzel nach zwei Romanen seine erste Sammlung satirischer Kurzgeschichten veröffentlicht. Und die zeigen Frankfurt und seine Menschen nicht gerade von ihrer positivsten Seite. Das ist böse, humorvoll und hintergründig. Einige der Geschichten mögen etwas überzeichnet wirken, doch im Kern steckt meist eine ganze Menge Wahrheit. Deshalb regen die Storys oft nicht nur zum Lachen oder Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken an.

Heinzel hat viel Lokalkolorit in das Buch gepackt. So spielen das Berger Straßenfest, die Eintracht, die Innenstadt oder der Ebbelwoi eine große Rolle. Gleichzeitig – und das ist ein besonders gelungener Aspekt des Buches – sind die Geschichten sehr universell. Dass Wohnungsknappheit und Mietwahnsinn absurde Auswüchse annehmen kann, kennt man eben nicht nur in Frankfurt. Gleiches gilt für Streitigkeiten in Kleingartenanlagen oder ausufernder Neid von Mitmenschen nach einem (vermeintlichen) Lottogewinn. So funktionieren die Geschichten sowohl als Frankfurter Short Storys, aber auch als ganz allgemeine Gesellschaftssatire.

Bei einigen der Kurzgeschichten erscheint es sehr offensichtlich, dass die darin beschriebenen Ereignisse arg übertrieben dargestellt sind. Doch bei genauerer Überlegung wirken sie dann doch gar nicht so weit hergeholt. Wie hier etwa einige Frankfurterinnen und Frankfurter verzweifelt um eine neue Wohnung kämpfen, könnte irgendwann vielleicht in ähnlicher Form Wirklichkeit werden. Und auch die Vorschläge eines besonders findigen Marketingexperten, wie man das Image von Frankfurt verändern könnte, könnten einige seiner realen Kolleg*innen gar nicht so übel finden. Andere Geschichten, wie die eines Vaters und seinem Fußballer-"Wunderkind", sind der Realität verdammt nahe, was das Lesevergnügen sogar noch steigert.

Auch wenn eigentlich alle Geschichten überzeugen können, gibt es einige, die einfach intensiver wirken, als der Rest. Ganz besonders trifft das auf die erste Story zu, die so herrlich böse ist und die Liebe zur Eintracht auf ganz besonders originelle Art in das Geschehen hineinwebt. Aber auch "Der Flügelschlag des Schmetterlings", wo deutlich wird, wie ein nervender Beifahrer eine ganze Stadt ins Chaos stürzen kann, gehört zu den Highlights dieses Buches, in dem der ganz alltägliche Wahnsinn in Frankfurt wunderbar entlarvt wird. Wer es also gerne hintersinnig und grotesk, lustig und bisweilen auch richtig böse mag, der sollte sich "Eine Stadt dreht durch" nicht entgehen lassen. Absolut lesenswert!"


Frankfurt-Tipp - das größte Online-Magazin für Frankfurt & Rhein-Main

 

"(...) Schwarzer Humor vom Feinsten (erinnerte mich an Roald Dahl Geschichten, die ich vor Jahren gelesen habe) (...)

Die Geschichten sind wunderbar spritzig erzählt, man ahnt manches Mal, was passieren könnte, staunt dann aber doch, über das eigentliche Ende – und – lacht sich schief.

Manch eine der Geschichten macht nachdenklich – nur übertrieben dargestellt oder passiert das tatsächlich so ähnlich tagtäglich? (...) Wer schwarzen Humor und Kurzgeschichten liebt, der MUSS hier zugreifen! Bewertung: ***** von *****"

 

Bücher-Blog "Chrissis bunte Lesecouch"

 

"Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, dachte ich an eine witzige skurrile Lesezeit. Ich wurde nicht enttäuscht. All die kurzen Geschichten hier drin haben ihren gewissen Charme. Und ich bin der Meinung, der Autor hat uns auch ein bisschen Wahrheit hier hinterlassen. (...) Meine Favoritengeschichte ist „Die Grenzen der Demokratie“, denn dem Nachwort des Autors stimme ich voll und ganz zu."

 

Bücher-Blog "Mein kleines Bücherzimmer"

 

"Zum Glück habe ich mich vom häßlichen Cover nicht abschrecken lassen, denn die Geschichten sind excellent geschrieben. Frankfurter Alltag, seine Menschen, ehrgeizige Eltern, spießige Kleingärtner, pubertierende Kinder, Eintracht-Fans - alle treffend beschrieben, genauso wie man sie kennt - nur erbarmunglos auf die Spitze getrieben - da kann es auch schon mal Tote geben. Schreiend komisch, aber oft bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Manche Short Storys stimmen nachdenklich. Zum Schluss wird klar: das Ende naht. Hervorragend! Von mir 5*****"

 

amazon Kundenrezension

 

"In diesen (...) Kurzgeschichten dreht der Autor am Rad von mehr oder weniger alltäglichen Ereignissen und mehr oder weniger schrägen Marotten von Frankfurter Zeitgenoss*innen – und treibt es auf die Spitze. Profitgier, Eifersucht, Exzentrik, Pedanterie, Ehrgeiz, Hybris – den zeitlosen Todsünden hält Andreas Heinzel in seinen vergnüglichen Satire-Geschichten den Spiegel vor."

 

Online-Rezension krobbach.de

 

"Die Kurzgeschichten haben es in sich. Erfrischend überzeichnet fängt der Autor den alltäglichen Wahnsinn in Frankfurt ein. Wer schon mal im Frankfurter samstäglichen Stau gestanden hat, erfährt hier den Grund - und wem Kleingärtnervereine schon immer suspekt waren, bekommt eine Bestätigung, warum das so ist. (...) Herrlich bissig beschrieben, immer mit dem Kern einer Wahrheit. Großartiger Lesespaß!

 

Thalia Kundenrezension

Frankfurter Neue Presse

vom 20.05.2021

 

"Bissig, scharf beobachtet und mit spitzer Feder leicht und lässig zu Papier gebracht."

Die Lokale

Ausgabe 05/2021

 

"Frankfurt hat eine lange Tradition im Genre der Satire, man denke nur die großen Satiriker Eckard Henscheid und Robert Gernhardt. Andreas Heinzel setzt diese Tradition fort und verleiht ihr einen eigenen Ton."

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